Die Gegenwart
Die gemeinsame Fronleichnamsprozession von Eibingen und Rüdesheim endet traditionell am 4. Altar vor der Pfarrkirche. Seit einigen Jahren lebt die Tradition eines Teppichs aus gefärbtem Sägemehl wieder auf.
Das festliche Te Deum beschließt die Feier unter dem Gesang der Gläubigen und dem Geläut aller neun Glocken von St. Jakobus.
Einmal im Jahr laden wir im Sommer sechs Tage in den Pfarrgarten von St. Jakobus zum „Weinausschank“ ein. Der Termin gehört inzwischen zum festen Jahresablauf und erfreut sich bei Einheimischen wie Gästen großer Beliebtheit. Viele ehrenamtlichen Helfer sorgen dafür, dass die Gläser stets gefüllt werden und auch das Küchenteam lässt keine Wünsche offen.
Den Erfolg dieser Veranstaltung verdanken wir auch dem Weingut Josef Leitz, dessen Inhaber, Johannes Leitz, uns alljährlich den gesamten Wein sowie alle nicht-alkoholischen Getränke kostenlos zur Verfügung stellt. Ein herzliches Vergeltˋs Gott dafür.
Ende Juli signalisiert die „Kirchweihfahne“ weithin sichtbar: “Die Riddesummer feiern Kerb“. Schon am Abend des 24. Juli läuten alle Glocken den folgenden Jakobustag (25. Juli) ein. Am Abend des Jakobustages versammeln sich die Rüdesheimer zum Festamt ihres Kirchenpatrons. Am nachfolgenden Sonntag wird seit Jahrhunderten das Hohe Kirchweihfest begangen.
Erntedank in St. Jakobus
Das Erntedankfest wird in St. Jakobus traditionell sehr festlich begangen. In einer Weinbaugemeinde gehört natürlich auch das Fass mit dem neuen Wein am Altar dazu.
Weihnachten in der Gnadenkapelle im Turm der Kirche. Sie beherbergt seit der Säkularisation dasGnadenbild des „blutschwitzenden Heilands“ aus dem Kloster Nothgottes.
Weihnachten in St. Jakobus: Die großen Christbäume tauchen die Kirche in ein mystisches und stimmungsvolles Licht.
Weihnachten in St. Jakobus: Die große Krippenlandschaft nimmt den gesamten linken Teil der Altartreppe ein. Sie stellt vom 1. Advent bis zur „Darstellung des Herrn“ (Maria Lichtmess am 2. Februar) das Weihnachtsgeschehen von der „Verkündigung des Herrn“ bis zur „Darstellung Jesu im Tempel“ dar.
Weihnachten in St. Jakobus: Eine festlich geschmückte Kirche.
Die Rüdesheimer Prozession an. Christi Himmelfahrt ist seit 1478 urkundlich erwähnt. Früher als Tagesstrecke durch den „Berg“, über Assmannshausen, Aulhausen, Kloster Nothgottes und Eibingen, führt die Prozession heute „nur“ noch am frühen Morgen des Christi Himmelfahrt-Tages aus der Stadt durch die Weinbergsgemarkungen Berg Rottland, Linngrube, Ramstein, und Bischofsberg in rund zwei Stunden zur Pfarrkirche, wo sich das Festhochamt anschließt.
Der 1. Altar an Christi Himmelfahrt: „Am Feldtor“. Hier werden seit dem 2. Weltkrieg
drei Vater unser gebetet, je eines für die Gefallen, Vermissten und Vertriebenen.
Danach geht es steil hinauf in die Weinberge.
An der sogenannten „Stauderhaneser Kapelle“, an der während der Christi Himmelfahrtstag-Prozession der Wettersegen erteilt wird, feiern wir an einem Freitagnachmittag im Mai eine Marienmesse. Wer den Weg nicht zu Fuß zurücklegen kann oder möchte, kommt mit dem Rüdesheimer Winzerexpress gefahren. Im Anschluss an die Messe gibt es vor der Kapelle noch ein gemütliches Zusammensein mit der „Rheingauer Dreifaltigkeit“: Weck, Worscht unˋ Woi.